Die Tour durch den Vulkantunnel auf La Palma
Unweit von El Paso bei Las Manchas, auf der Westseite von La Palma können wir ein ganz besonderes Phänomen der vulkanischen Geschichte der Insel entdecken: Die Vulkanröhren, „los tubos volcanicos".
Diese interessanten Röhren entstehen, wenn ein heißer Lavafluss langsam von oben erkaltet, und so eine Kruste aus kaltem Lavagestein gebildet wird. Hört die Lava dann auf zu fließen, leert sich dieser Fluss und hinterlässt eine Röhre, die hier auf La Palma bis zu 10 m Höhe haben kann.
Normalerweise stürzen die Decken der Röhren ein und hinterlassen eine lange, tiefe Furche in der vulkanischen Landschaft. Die Röhre auf La Palma ist allerdings auf einigen Kilometern erhalten geblieben, und ist nur an einigen Stellen eingestürzt.
Das sind dann auch gleichzeitig die Punkte, an denen man in diese Vulkanröhren eintreten kann.
Nach einer kleinen Wanderung über ein Lavafeld erreichen wir den Eingang in den Tunnel, zu welchem nur mit einiger Mühe hinab zu steigen ist.
Der Einstieg, wie auch die Wanderung im Tunnel selbst, ist nicht ganz ungefährlich, und sollte nur mit einem fachkundigen Führer vollzogen werden! Auf dem Boden liegen die überaus scharfkantigen Vulkansteine, es ist zum Teil stockfinster, und die dünne Decke über einem droht natürlich ständig einzustürzen.
Eine wundersame Welt eröffnet sich im Tunnel, dunkle, aber auch sehr farbenfrohre Reliefs sind an den Wänden zu erkennen. Teilweise sind die Steine feucht und von Kalkablagerungen überzogen. Lockerer, bröseliger Vulkankies, durchsetzt von einigen Brocken Basaltgestein, und jede Menge Vulkanasche, welche im Schein der Taschenlampe wie verzaubert wirkt.
Dennoch ist ein Marsch durch diese Röhre eine aufregende und geologisch höchst interessante Wanderung. -Von kleinen imposanten Kathedralen mit bis zu 10 Meter hohen Räumen, an deren Decke durch ein kleines Licht ein Sonnenstrahl einfällt, bis zu den engen Stellen, welche nur gekrochen werden können.
Stellenweise sieht es so aus, als sei ein Fluß aus Wasser einige Jahrhunderte hier durch geflossen, und hat die Tunnelwände erudiert.
Die Kühle und Frische in der Vulkanröhre ist beeindruckend, und so lässt sich der, über weite Teile anstrengende Weg, recht einfach zurücklegen.
Bis wir an einer von unzähligen Engen, welche von einer in der Mitte des Tunnels stehenden Säule geteilt wird, umkehren und den präachtigen Tunnel von der anderen Seite her erleben können.
In den Nischen der Vulkanröhre haben Tauben ihren Platz zum ungestörten Brüten entdeckt. Hier lässt sich die Brut der scheinbar angstlosen Tauben aus direkter Nähe beobachten.
Meine eher einfache Digitalkamera hatte ihre liebe Not mit den Licht- (Dunkel)verhältnissen im Vulkantunnel, so dass Sucher und Scharfstellung auch hätten Fehlen können...
Dennoch sind einige Bilder etwas geworden (Kollege Zufall war mit, und ein echter Kollege mit einer besseren Kamera auch), und zeigen recht eindrucksvoll, wie es in dem Tunnel aussieht.













