
Trotz der wachsenden Zweifel an gentechnisch verändertem Saatgut, und wissentschaftlichen Beweisen ihrer Schädlichkeit*, wird die Sortenvielfalt nicht veränderten Saatguts immer geringer. Verminderte Fruchtbarkeit der Tiere, die mit gentechnisch veränderten Mais gefüttert werden, und mutierte Beikräuter sind die Folge.
Die Hofgemeinschaft "Viva la Guataca" auf La Palma, beschäftigt sich seit 2003 Jahren mit Biodiversität (Saat- u Sortenvielfalt) im besonderen mit Tomatensaat von verloren gegangenen Haus-, Hof u. Landsorten.
Nicht GEGEN die Multi Lebensmittelkonzerne, sondern OHNE sie!
Heisst: Ihre Machtposition übersäen, handeln, und selbst die Verantwortung übernehmen "OHNE" den Multis zusätzliche Energie zufliessen zu lassen.
We seed the world!
Warum alte Haus- u. Hofsorten?
Seit Jahrtausenden in denen die Tomaten, von der Urform ausgehend, kultiviert wurden, waren die Menschen bemüht die besondere Qualitäten einzelner Pflanzen zu fördern und auf möglichst viele Pflanzen zu übertragen. Die ursprünglichen Selektionskriterien waren hauptsächlich Geschmack, Ertrag und Robustheit gegen Umwelteinflüsse wie Witterung, Krankheiten und Schädlingen. Man schätzt, daß über dieses Ausleseverfahren über die Zeit an die 10000 Tomatensorten hervorgebracht wurden.
Leider sind in unserem technisierten Zeitalter neue dominierende Selektionskriterien hinzugekommen und zwar jene, deren Eignung zur Massenproduktion wie gleichzeitige Reife, die Eignung für lange Transportwege und damit der Möglichkeit die Tomaten während des Transportweges nachreifen zu lassen ohne Einbuße der Schnittfestigkeit. Dabei bleibt der Geschmack auf der Strecke und man hat nur eine begrenzte Auswahl
von geschmacklich langweiligen Einheitstomaten in den Supermärkten.
Unser Bemühen ist es alte und besondere sortenechte (d.h. man kann aus deren Samen wieder die gleichen Tomaten anziehen - im Gegensatz zu dem vom Samenhandel forcierten F1-Hybriden!) Tomaten weiter zu züchten. Jeder der eigene Tomaten bereits angezogen hat, weiß dass die eigenen sonnengereiften Tomaten die Supermarkt - Mutanten im Geschmack um Längen schlagen.
Da es ungezählte Sorten von Tomaten gibt, besteht die Möglichkeit seine eigene Lieblingstomate zu finden die allen anderen in Form, Farbe und Geschmack in Ihrem eigenen persönlichen Befund überlegen ist.
Erstens schmecken sie noch nach Tomaten und zweitens können Samen für die nächste Saison ganz leicht geerntet werden -> Samen einfach aus vollreifen Früchten herauslösen und trocknen. Diese im eigenen Säuremantel getrockneten Samen sind bei trockener und kühler Lagerung mindestens 5 Jahre haltbar. Größere Samenmengen werden fermentiert, wobei sich die gallertartige Masse, welche die Samen umgibt, auflöst.
Auch samenechte Sorten bringen bei richtiger Pflege hohe Erträge. Wenn man etwas experimentiert, findet man sicher die richtigen Sorten, die auch in seiner Gegend krankheitsresistent wachsen.
Als Hausgärtner legt man keinen so großen Wert auf ebenmäßige, gleich große Früchte, die alle gleichzeitig reif werden. Ich finde, sie müssen schmecken, so wie sie früher geschmeckt haben - eben nach Tomaten!.
Das Interesse an diesen meist alten Sorten ist sehr groß, weil es eine riesige Vielfalt gibt. Es gibt eben nicht nur rote und gelbe Tomaten - es gibt fast schwarze, gestreifte, gepunktete, flaschenförmige, eiförmige, birnenförmige..... ich kann gar nicht alle Varianten aufzählen, - und erst die geschmacklichen Varianten! Und, weil es so viele verschiedene gibt, kommt dann meine Sammelleidenschaft durch. Inzwischen habe ich schon ein recht nettes Sortenarchiv und jährlich kommen neue dazu - wie sollte es auch anders sein.
"Wir bieten Tomatensaatgut ausdrücklich als Zierpflanzensaatgut an"
* Studien des österreichischen Gesundheitsministerium (z.B. Genmaisstudie und weitere...)
"16. Juli 2008 hat Österreich den Import von gentechnisch veränderten Mais der Linie MON 863 ("Monsanto" Anm. d. Autors) verboten."
Gute Informationen finden Sie bei Save our Seeds, beim BUND und beim Informationsdienst Gentechnik
Die großen Saatguthersteller wie Monsanto, Syngenta und Pioneer beherrschen den Markt und wollen die Weltnahrungsproduktion unter ihre Kontrolle bringen. Von Preisabsprachen bis hin zu Repressalien gegen Bauern, die nicht einverstanden sind mit der Nutzung ihres Saatgutes, reicht die agressive Politik der Konzerne.
Die Bauern werden in große Abhängigkeit zum Konzern gebracht, und müssen sich vertraglich verpflichten, nur auf die Mittel (Insektizide, Pestizide, etc.) zurück zu greifen, und viele weitere unglaubliche Klauseln.
Das Saatgut gibt es bei arte cuadrado in Fuencaliente, direkt an der Hauptstrasse - zwischen den beiden Tankstellen.
Kontakt über: rena((ätt))guatacaland.com
